
Länder investieren Millionen in Drohnenabwehr
Die Polizei in den Ländern investiert Millionen in den Aufbau und in die Ausstattung neuer Einheiten zum Schutz vor Drohnen.
Baden-Württemberg etwa will das bestehende Drohnenabwehrzentrum ausbauen und für 2,5 Millionen Euro zusätzliche moderne Abfangtechnik für die Polizei anschaffen. "Drohnen sind längst kein harmloses technisches Spielzeug mehr, sondern eine reale, ernstzunehmende Gefahr für unsere innere Sicherheit", sagte Baden-Württembergs Innenminister Manuel Hagel (CDU). Der versuchte Anschlag am Flughafen in Leipzig mit Sprengstoffdrohnen Anfang August habe dies auf drastische Weise gezeigt, erklärte der CDU-Politiker.
In Hessen werde die Drohnenabwehr mit 10 Millionen Euro "massiv" ausgebaut. "Auch personell haben wir bereits entsprechende Verstärkungen vorgenommen", erklärte Innenminister Roman Poseck (CDU). Die Sicherheitslage bezeichnete der Innenpolitiker als "angespannt".
Bayern hat an den drei bayerischen Flughäfen München, Nürnberg und Memmingen bereits stationäre und mobile Abwehrtechnik im Einsatz und will diese noch ausbauen. Das Drohnenkompetenz- und -abwehrzentrum (DKAZ) der Bayerischen Polizei in Erding soll schrittweise auf 100 Mitarbeiter anwachsen.
Niedersachsen will 7,3 Millionen Euro für Technik zum Schutz vor Drohnen ausgeben.
Das sächsische Innenministerium plant für die Jahre 2027 und 2028 Investitionen in Höhe von bis zu 7,9 Millionen Euro für neue Ausrüstung, davon soll die Hälfte in die Drohnenabwehr gehen. Allein im ersten Halbjahr 2026 seien in Sachsen 13 sicherheitsrelevante Drohnenüberflüge über Standorten von kritischer Infrastruktur, militärischen Einrichtungen und Rüstungsunternehmen gemeldet worden, erklärte die Behörde.
In Schleswig-Holstein waren es nach Auskunft des Ministeriums 2025 insgesamt 148 Fälle. Inzwischen wurden 50 neue Stellen "für die Drohnenabwehreinheit und notwendige Ermittlungsarbeit" geschaffen und 7 Millionen Euro in moderne Abfangtechnik investiert.
Die Bundesregierung macht Russland für den Vorfall am Flughafen in Leipzig mit Sprengstoffdrohnen verantwortlich und sieht Deutschland inzwischen als "tägliches Ziel hybrider Kriegsführung".





