
Sepp Müller will CDU-Landesvorsitzender in Sachsen-Anhalt werden
Paukenschlag nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Der noch am Mittag von Parteichef und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) heftig kritisierte Bundestagsabgeordnete Sepp Müller will neuer Landeschef werden.
Zuvor war am Rande der Landesvorstandssitzung bekannt geworden, dass sich der bisherige Landeschef und Ministerpräsident Sven Schulze zurückzieht.
Merz hatte am Mittag nach der Sitzung des CDU-Bundesvorstands gesagt, es habe niemand verstanden, "dass wenige Tage vor dem Wahltermin, ein stellvertretender Vorsitzender der Bundestagsfraktion dem eigenen Spitzenkandidaten so in den Rücken fällt wie das drei Tage vor der Wahl bis zum gestrigen Tag anhaltend geschehen ist".
Obwohl der Kanzler keinen Namen nannte, war jedem klar, wen er meinte: Müller hatte am Donnerstag vor der Wahl gesagt, dass die CDU nach der Landtagswahl weder mit der Linken noch mit der AfD zusammenarbeiten solle - womit Schulze keinerlei Machtoption mehr hätte. "Sollten die Umfrageergebnisse Wahlergebnisse werden, dann hat Ulrich Siegmund mit der AfD einen Regierungsbildungsauftrag", hatte der dem Magazin "Politico" gesagt. "Der liegt dann bei ihm, was ich persönlich sehr bedauern würde für unser Land, weil Sven Schulze eine gute Arbeit macht. Aber dann liegt der Regierungsbildungsauftrag bei der AfD."





